| Das dritte Therapieprinzip nach Ähnlichkeit und Arzneimittelprüfungen ist die Potenzierung. Hahne-
mann entdeckte bei seinen Forschungen, daß man zwar Arzneien im Rohzustand einsetzen kann, daß die
Wirkung bei Verdünnung und nachfolgendem Schütteln viel stärker und sanfter ist. Eine D6-Potenz wird
6 mal 1:10 verdünnt und als Zwischenschritt immer wieder verschüttelt. Für die Homöopathie liegt die
Ursache für jede Erkrankung primär in einer Störung des Lebens selbst, in dem von schulmedizinischen
Mikroskopen nicht erfaßbaren Teil des Organismus. Diesen seelisch-energetischen Anteil, der im toten
Organismus fehlt, nannte Hahnemann "Lebenskraft". Da es sich hier um etwas Nichtsstoffliches handelt,
werden auch nichtstoffliche Arzneien für die Heilung gebraucht. Deshalb verwendet die Homöopathie die
Potenzen.
Es ist möglich, von den meisten auf der Erde vorkommenden Substanzen und Lebewesen Potenzen herzu-
stellen. Als Urstoffe werden vor allem Pflanzen, Tiere und Mineralien verwendet. Daß einige Arzneien, die
sogenannten Polychreste, häufiger verwendet werden als andere, liegt an ihrer erprobten und erfahrenen
Wirkkraft.
"Klassische" Homöopathie bedeutet, daß sich der/die Heilpraktiker/in oder der/die Arzt/Ärztin den Leh-
ren Hahnemanns verpflichtet fühlt. Was hier einfach klingt, ist leider keine Selbstverständlichkeit. Einige
neue Strömungen in der Homöopathie brechen eklatant mit den von Hahnemann aufgestellten Regeln.
Diese sollten dann nicht mehr "Homöopathie" genannt werden.
Abschließend ist zu sagen, daß die Homöopathie ein ursächliches Heilprinzip ist, das ganzheitlich zu nen-
nen ist, da eine Arznei gesucht wird für den gesamten Organismus und diese bei wirklicher Ähnlichkeit
die Beschwerden lindern und heilen kann.
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